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Als „Vorgeschmack“ auf die jährlich fortgeschriebene Chronik des Bayerischen Badminton-Verbands erscheint heute die Jahreschronik 2023 mit allen Mitgliedern bayerischer Badminton-Vereine, die in der letzten Saison überregionale Erfolge und Meistertitel errungen haben, von Verbands- über südostdeutsche und deutsche bis zu Weltmeisterschaften.

Der Gerechtigkeit halber werden hinsichtlich Südostdeutscher Meistertitel traditionell auch die Sportfreund/innen der benachbarten Landesverbände Baden-Württemberg und Sachsen festgehalten, mit denen der BBV die „Gruppe Südost“ bildet.

Beginnen wir aber mit den Erfolgen auf bayerischer Ebene und hier mit den Jüngsten, der Altersklasse U11. Es zeigt sich, dass Jugend-Leistungssport freilich nicht auf Einzelinitiativen begrenzt ist, sondern dass sich eine beträchtliche Zahl bayerischer Vereine um den Leistungssport schon der Kleinsten kümmert. Viele neue Namen in bunter Vielfalt tauchen auf, interessant ist es zu verfolgen, wie sich die jüngsten Sieger entwickeln und zu beobachten, wie sie sich im Laufe der Jahre in die höheren Altersklassen integrieren. So wird von den beiden Dreifach-Meistern Aarya Dahiya und Yutong He auch in nächster Zeit noch zu hören sein…

Drei bayerische Titel konnte auch Aurelia Wulandoko bei der Jugend mit nach Hause nehmen, genauso wie bei den Altersklassen Heike Hamm nach Haunstetten.

Auf südostdeutscher Ebene fällt auf, dass bei der Jugend diesmal die jungen Leute aus Baden-Württemberg den Bayern den Rang ablaufen: 17 Titel gegenüber nur 7 für den Freistaat, Sachsen geht hier leer aus. 2019 vor der Pandemie war das Verhältnis noch:

Bayern: 18  /  Baden-Württemberg: 10  /  Sachsen: 1.

Bei den Aktiven (O19) und in der Altersklasse (O35 bis O75) hat Bayern mit 29 Titeln die Nase vorn, gegenüber Sachsen mit 20 (v.a in den höheren Altersklassen!) und Baden-Württemberg mit 19 Meistern.

Dreifache Meister wurden Heike Hamm (neben ihren 3 bayerischen) und der Neubiberger Gregory Schneider.

Bei den Deutschen Meisterschaften räumten die Bayern aber gewaltig ab: 15 Titel und 12 zweite Plätze gingen auf ihr Konto.

Damit ist der absolute Top-Wert aus der Saison 2008/2009 mit 16 Titeln und 9 zweiten Plätzen fast übertroffen!

2 Titel gingen an Alexia Nedelcu (TSV Wolfstein), Jugend U15, und an Rolf Rüsseler (SG Siemens Erlangen).

die übrigen Titel verteilen sich auf 12 Personen aus 12 verschiedenen Vereinen: welche Vielfalt!!

 

Den krönenden Höhepunkt gab es im September 2023 bei den Altersklassen-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Jeonju. Aus Bayern waren Kim Mayer, Jessica Willems, Andreas Hirschmann, Matthias Kleibel, Tanja Eberl, Erhard Keller, Johann Molodet, Dieter Frick und Rolf Rüsseler vom DBV nominiert. Abgesehen vom Startgeld seitens des BBV zahlten die Reisenden ihren Trip aus eigener Tasche, sicher ein kleines Vermögen, aber bestimmt ein unvergessliches Abenteuer, wie die Beteiligten versichern. Außer bleibenden Eindrücken gab es bei diesem gewaltigen Vielvölker-Treffen auch 3 Medaillen:

Jessica Willems wurde Vize-Weltmeisterin im DD O40 zusammen mit ihrer Partnerin Tina Kähler (im Foto links mit Jessica),

Tanja Eberl ebenfalls Vize-Weltmeisterin im DD O55 zusammen mit Elke Nijsse-Drews (1990 mit der legendären Mannschaft von Fortuna Regensburg um die Brüder Keck Deutsche Mannschafts-Meisterin, derzeit für die Niederlande nominiert).

Jessica wurde mit ihrem Partner Björn Wippich zudem Dritte im Mixed O45.

Hier findet ihr die gesamte Übersicht über die Erfolge in 2022/23.

Herzlichen Glückwunsch nachträglich allen Athlet/innen!

 Peter Nielsen
Im Januar 2024