Am 06. und 07. Januar 2024 wurde in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) die Südostdeutsche Einzelmeisterschaft der Aktiven ausgetragen. Wie jedes Jahr war das Turnier ein sportliches Highlight, bei dem es neben dem Titelgewinn auch um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften ging.

Aus Bayern machten sich einige Badmintonasse auf dem Weg nach Baden-Württemberg. Der Freistaat wurde bunt gemischt durch Jugend-, Regionalliga-, und Bundesligaspieler*innen vertreten. Insgesamt konnten sich die Athlet*innen neun Medaillen erspielen.

Die Ausrichter BWBV (insbesondere Andreas Schuch sowie Referee Hans Krieger) und der VfB Friedrichshafen sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Besonders hervorzuheben ist dabei, die Anzahl der Schiedsrichter*innen vor Ort sowie deren hohe Qualität. Am Halbfinal- und Finaltag am Sonntag wurden die Spiele auf Matten mit Schieds-, Linien- und Aufschlagrichter*innen ausgetragen.

Justin Seibel verteidigt den Titel

Trotz eines großen und hochklassig besetzten Teilnehmerfelds schnitten die bayerischen Spieler im Herreneinzel stark ab. Zwischen den Vereinskollegen Justin Seibel und Philip Bußler (beide vom TSV Neuhausen-Nymphenburg) kam es zu einem rein bayerischen Halbfinale. Justin setzte sich mit 21:12 und 21:19 durch. Im Finale traf der Erstligaspieler auf seinen Dauerrivalen David Kramer (SG Schorndorf). In einem spannenden, kräftezerrenden Match behielt Justin mit 22:20 und 21:18 die Oberhand und sicherte sich damit zum dritten Mal in Folge den Südostdeutschen Meistertitel im Herreneinzel. Steffen Grün vom TV Marktheidenfeld stand nach einem Sieg über seinen Bruder Jonas sowie über Lukas Schäf (ESV Flügelrad-Nürnberg) im Halbfinale. Dort unterlag er in zwei knappen Sätzen gegen David Kramer. Das Viertelfinale erreichte zudem Moritz Unz (TV Marktheidenfeld).

Die Siegerehrung im Herreneinzel (Foto: Agung Wulandoko)

Gold für Janina Schumacher und Alan Erben

Im Mixedwettbewerb ging Janina Schumacher (TV Marktheidenfeld) mit Alan Erben (SG Schorndorf) an den Start. Die beiden lösten mit drei Zwei-Satz-Siegen souverän ihr Finalticket. Dort trafen sie auf eine weitere bayerisch-württembergische Paarung – Aurelia Wulandoko (TSV Freystadt) und David Kramer (SG Schorndorf). In einem spannenden Match setzten sich am Ende Janina und Alan in drei Sätzen durch. Den dritten Platz erreichten Katharina Rudert (TSV Freystadt) und Moritz Unz.

Die Siegerehrung im Mixed (Foto: Agung Wulandoko)

Drei weitere Bronzemedaillen

Im Herrendoppel sicherten sich die Vereinskollegen Steffen Grün und Moritz Unz jeweils ihre zweite Bronzemedaille. Die beiden erreichten souverän die Runde der letzten Vier. Dort bekamen die Marktheidenfelder es mit den Brüdern Jonas und Lukas Burger zu tun. Das Match war nichts für schwache Nerven: die Entscheidung fiel im dritten Satz – jedoch zugunsten der Gegner. Steffen und Moritz unterlagen mit 18:21 gegen die späteren Sieger. Ihre Vereinskollegen Thomas Fuchs/Fabian Hippold schieden im Viertelfinale aus. Auch für Justin Seibel und Philip Bußler war im Viertelfinale Endstation.

Im Damendoppel zog Janina gemeinsam mit Claudia Vogelgsang ins Halbfinale ein. Dort verloren die beiden mit 17:21 und 9:21 gegen die späteren Siegerinnen. Aurelia und Tatjana Friedrich (ESV Flügelrad-Nürnberg) sowie Ronja Hamm und Katrin Köhler (TSV Haunstetten) erreichten das Viertelfinale. Ronja und Katrin nahmen dort der späteren Siegerpaarung einen Satz ab und verpassten so nur knapp eine Medaille. Das bayerische Duo Ella Neve und Katharina Rudert konnte aufgrund einer Erkrankung von Ella leider nicht antreten. Auch im Dameneinzel konnte die Titelfavoritin Ella nicht aufschlagen. Die top-gesetzte Marktheidenfelderin Janina zog souverän in die Runde der letzten Vier ein. Dort unterlag die Zweitligaspielerin mit 22:24 im Entscheidungssatz gegen Lena Reder vom BC Offenburg. Damit sicherte sich Janina eine weitere Bronzemedaille. Aurelia, Katrin und Ronja schieden jeweils im Achtelfinale aus.

Der Spaß neben dem Feld kam nicht zu kurz (Foto: Agung Wulandoko)

2022 konnten die BBV-Asse bei der Südostdeutschen Meisterschaft der Aktiven noch vier von fünf Titeln gewinnen. Damit ist die Ausbeute 2024 mit 1,5 bayerischen Titeln eher enttäuschend. Dementsprechend heißt es, fleißig weiter zu trainieren, um im nächsten Jahr wieder mehr Medaillen zu erspielen.

Die genauen Ergebnisse können unter turnier.de eingesehen werden.

Anfang Februar geht es für die qualifizierten, bayerischen Spieler*innen nach Bielefeld! Dort findet wie immer die Deutsche Meisterschaft O19 statt. Bayern ist aus sportlicher Hinsicht gut vertreten und wir sind gespannt, wer für eine Überraschung sorgen wird. Unsere Daumen sind auf jeden Fall gedrückt!

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