Tobias Wadenka (TSV Neuhausen-Nymphenburg) gewinnt nach 2019 seine zweite Bronzemedaille bei den Deutschen O19-Meisterschaften. Diesmal zog er an der Seite von Hannah Pohl (1. BC Beuel) ins Halbfinale ein.

Vom 28. bis 31. Juli 2022 fanden in Mülheim an der Ruhr die 70. Deutschen Meisterschaften O19 statt. Aus Bayern gingen in Mülheim einige Athlet*innen an den Start – darunter Bundesliga- und Nachwuchsspieler*innen. Nachdem die Bundeskaderathletin Annabella Jäger (TSV Neuhausen-Nymphenburg), die in den vergangenen Jahren einige Medaillen erspielen konnte, verletzungsbedingt nicht aufschlagen konnte, war für einen bayerischen Halbfinaleinzug eine Überraschung notwendig.

Mixed: Tobias Wadenka gewinnt seine zweite DM-Bronzemedaille

Die größte Hoffnung auf eine bayerische Medaille lag bei Tobias Wadenka und seiner Partnerin Hannah Pohl. Die beiden starteten als an 5/8-gesetzte Paarung in das Turnier. Das Auftaktmatch gewann das bayerisch-westfälische Mixed souverän. Im Achtelfinale setzten sich die beiden ebenfalls in zwei Sätzen durch. In der Runde der letzten Acht trafen Tobias und Hannah auf ihre „Dauerkonkurrenz“ Annika Horbach/Alexander Strehse (Setzplatz 3/4). Die Paarungen begegneten sich bereits des Öfteren auf deutschen Ranglistenturnieren, wo es meist zu spannenden Matches kam. Und auch diesmal war die Partie nichts für schwache Nerven: Tobias und Hannah gewannen den ersten Satz mit 21:15. Das gegnerische Mixed schaffte es jedoch das Spiel im zweiten Durchgang zu drehen und gewann den Satz mit 21:17. Im Entscheidungssatz spielten Tobias und Hannah stark auf und die beiden setzten sich am Ende souverän mit 21:12 durch. Für Tobias war das sein zweiter Halbfinaleinzug bei der DM O19 nach 2019.

Tobias Wadenka und Hannah Pohl nach ihrem Viertelfinalsieg (Foto: Sven Heise)

Im Halbfinale traf die bayerisch-westfälische Paarung auf das an zwei-gesetzte Duo Stine Küspert/Jan Colin Völker. Tobias und Hannah riefen eine starke Leistung ab und kämpften um jeden Punkt. Im ersten Durchgang unterlagen die beiden denkbar knapp mit 19:21. Auch im zweiten Satz zogen Tobias und Hannah den Kürzeren und sie verloren mit 14:21 trotz großen Kampfgeistes. Am Ende gewannen Tobias und Hannah damit eine hervorragende Bronzemedaille – herzlichen Glückwunsch!

Ebenfalls aus Bayern im Mixed an den Start gingen Nicole Schnurrer und Fabian Hippold (TV Marktheidenfeld). Die Zweitligapaarung traf in ihrem Auftaktspiel auf das top-gesetzte Mixed Volkmann/Scheiel. Fabian und Nicole mussten sich nach zwei Durchgängen geschlagen geben. Katharina Rudert (TSV Freystadt) musste mit ihrem Partner Karl Sufryd (1. BV Mülheim) ebenfalls eine Auftaktniederlage einstecken. Auch für Ella Neve (TSV Freystadt) und Lino Degenkolb (ESV Flügelrad-Nürnberg) war in Runde eins Endstation.

Ella Neve (Foto: Agung Wulandoko)

Einzel: Ella Neve erreichte Achtelfinale

Bei den Damen gelang Lina Eberl (TSV Neubiberg-Ottobrunn) ein Auftaktsieg. Die Münchnerin setzte sich in ihrem Erst-Runden-Spiel mit 21:19 und 21:19 durch. Im nächsten Match unterlag Lina gegen Marina Korsch vom TSV Altenholz. Ronja Söller (TV Marktheidenfeld) profitierte zunächst von einem Freilos, unterlag aber in ihrem zweiten Spiel. Ella Neve (TSV Freystadt) gewann ihr erstes Match deutlich in zwei Sätzen. In Runde zwei spielte die Jugendnationalspielerin stark auf und bewzang ihre Gegnerin mit 21:13 und 23:21. Im Achtelfinale traf Ella auf Mareike Bittner (TV Hofheim). Nachdem die Freystädterin im ersten Satz chancenlos blieb, rief die 2004erin in Durchgang zwei eine starke Leistung ab, verlor aber dennoch mit 18:21.

Im Herreneinzel zogen sowohl Fabian Hippold, Kevin Baum (ESV Flügelrad-Nürnberg) als auch Justin Seibel (TSV Neuhausen-Nymphenburg) in ihrem Auftaktmatch den Kürzeren.  

Doppel: Viertelfinaleinzug für Seibel/Wadenka

Im Herrendoppel gingen die Vereinskollegen Justin Seibel und Tobias Wadenka gemeinsam an den Start. Die ersten beiden Spiele gewann das ungesetzte Doppel souverän. Im Achtelfinale trafen Seibel/Wadenka auf die an 5/8-gesetzte Paarung Lohau/Niemczyk. Justin und Tobias spielten stark auf und behielten mit 21:17 und 23:21 die Oberhand. Im Einzug um das Halbfinale begegnete das bayerische Doppel dem Duo Geiss/Hess. Trotz starker Leistung und großem Kampfgeist zogen Justin und Tobias gegen die favorisierte Paarung den Kürzeren. Justin Seibel stand 2022 zum ersten Mal im Viertelfinale bei einer Deutschen O19 Meisterschaft. Für Fabian Hippold/Simon Kramer und Kevin Baum/Karl Sufryd reichte es nicht für einen Sieg.

Justin Seibel und Tobias Wadenka erreichten das Viertelfinale (Foto: Sven Heise)

Im Damendoppel schlug Ella gemeinsam mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Antonia Schaller (1. BC Wipperfeld) auf. Die zwei Mädels sicherten sich einen deutlichen Auftaktsieg. Im Achtelfinale unterlagen die beiden denkbar knapp mit 19:21 und 18:21. Für Lina Eberl und Ronja Söller gestaltete sich ihr erstes Spiel als wahre Zitterpartie. Erst im Entscheidungssatz konnten die beiden ihre Gegnerinnen mit 21:19 bezwingen. Im Achtelfinale verloren Lina und Ronja gegen Horbach/Pohl in zwei Sätzen.

Alles in allem waren die diesjährigen Deutschen O19 Meisterschaften also ein toller Erfolg. Neben dem Medaillengewinn von Tobias Wadenka konnten die bayerischen Nachwuchsspieler*innen wertvolle Erfahrungen auf nationalem Top-Niveau sammeln!