Im erst kürzlich fertiggestellten Neubau der Bertolt-Brecht-Schule (BBS) in Langwasser wurden am Freitagabend die Abiturzeugnisse an den Abschlussjahrgang 2022 vergeben. Die Feierlichkeiten an der Eliteschule des Sports lieferte einen perfekten Rahmen, um die beiden Abiturienten Viviana Valentino (Taekwondo) und Kilian Maurer als Eliteschüler:in des Sports 2021 und 2020 auszuzeichnen. Letztes Jahr musste die Ehrung aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Der Hintergrund für die Ehrung ist die Olympia-Partnerschaft der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Förderung der 43 Eliteschulen des Sports in Deutschland sind eine ganz zentrale Säule der Kooperation, denn sie sind die Talentfabriken für das Team Deutschland. Mit der Auszeichnung „Eliteschüler:in des Sports“, die an jeder Eliteschule jährlich vergeben wird, würdigen der DOSB und die Sparkassen-Finanzgruppe die wichtige Arbeit der dualen Ausbildungsstätten und die Bedeutung der bundesweit 11.500 Eliteschüler:innen für den olympischen Spitzensport in Deutschland. Und ihre Bedeutung kann gar nicht überschätzt werden: Deutlich über die Hälfte aller Athlet:innen, die der DOSB für die Olympische Spiele in Rio 2016 und Tokio 2021 nominiert hat, waren aktuelle oder ehemalige Eliteschüler:innen des Sports. Ihr Anteil am deutschen Medaillenspiegel lag sogar noch deutlich höher.

Auch Kilian Ming-Zhe Maurer, der Eliteschüler 2020 in Nürnberg, hat bereits Medaillen für Deutschland gewonnen. Der Badmintonspieler mit amerikanisch-taiwanesischen Wurzeln sicherte sich 2019 im Jugendbereich den deutschen Vize-Meistertitel im Einzel. Im Folgejahr holte er sich Bronze bei den Jugendeuropameisterschaften im Doppel mit Matthias Schnabel. Durch konstant gute Leistungen spielte sich Maurer zwischenzeitlich sogar bis auf Platz 8 der Weltrangliste vor.

(v.l.n.r.) Benjamin Jung (Sparkasse Nürnberg), Kilian Maurer (Eliteschüler des Sports des Jahres 2020) und Uwe Köberlein (Sportkoordination der Eliteschule des Sports in Nürnberg) (Foto: Sparkasse Nürnberg)

Die Erfolge waren kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit und eines langfristigen Plans. Der heute 19-Jährige wusste schon immer sehr klar, was er wollte: Bereits mit 13 Jahren zog Maurer von München nach Nürnberg, um am VICTOR Landesstützpunkt trainieren und in Langwasser auf die Schule zu gehen. Da am Haus der Athleten, dem Sportinternat der BBS, erst Schüler:innen ab 14 Jahren aufgenommen werden, lebte er eine Zeit lang bei einer Gastfamilie und seinem Trainer Lukas Gunzelmann. Dieser beschreibt seinen Schützling als „nicht auf den Mund gefallen, früher etwas aufmüpfig“, er schätzt Maurers ehrliche und direkte Art. „Kili“, wie er von seinem Trainer und Mitschüler:innen genannt wird, hat sich auch abseits des Spielfelds zu einem Vorbild entwickelt: Sein Abitur schloss er mit einem Notendurchschnitt von 1,4 ab. Er trainiert für den Bayerischen Badminton-Verband ehrenamtlich jüngere Athlet:innen auf Kaderlehrgängen. 2020 übernahm er sogar kommissarisch das Amt des Jugendsprechers im Deutschen Badminton-Verband. Nach seinem Abitur zieht Maurer weiter nach Saarbrücken. Dort hofft er am Badminton-Bundesstützpunkt in der Disziplin Doppel und Mixed die nächsten Entwicklungsschritte in seiner noch jungen sportlichen Karriere gehen zu können.


Die vollständige Pressemitteilung ist im Original auf der Seite der Sparkasse Nürnberg zu lesen.