Flächendeckend eine große Zahl an Vereinen und Trainingsstandorten etablieren, die alle dasselbe Ziel verfolgen: Kinder und Jugendliche nachhaltig für Badminton begeistern und ihnen eine hervorragende Grundausbildung ermöglichen. So lautet das anspruchsvolle Ziel des neuen BBV Stützpunktkonzeptes, welches nach der initialen Bewerberphase nun mit 26 Stützpunkten gestartet wurde.


Levelsystem ersetzt Talent- und Nachwuchsstützpunkte
Anstelle der bisherigen Aufteilung von Talent- und Leistungsstützpunkten tritt künftig ein Levelsystem, bei dem Stützpunkte drei verschiedene Stufen erreichen können. „Unser Ziel war es insbesondere durch den niederschwelligen Einstieg bei Level 1 viele neue Vereine für das Konzept zu gewinnen und wir freuen uns sehr, mit der unglaublichen Zahl von 26 Stützpunkten starten zu können. Das Levelsystem soll darüber hinaus dann auch Entwicklungsmöglichkeiten bieten und genau bei dieser Entwicklung möchte der Verband die Vereine unterstützen,“ so Tobias Wadenka, der bei der Ausarbeitung und Umsetzung des neuen Konzeptes im Rahmen des Projektes NEXT Generation mitwirkt.
Bei den 26 vergebenen Stützpunkten werden fünf Standorte mit dem Status Level 2 starten: ASV Niederndorf, TuS Geretsried, TV Marktheidenfeld, OSC München sowie ein Stützpunkt des Bezirks Oberbayern. Unter den anderen 21 Level 1 Stützpunkten befinden sich viele Vereine, die erstmalig den Schritt in Richtung Stützpunkt wagen und unter der Leitung von engagierten Trainer und Trainerinnen langfristig die Qualität und das Angebot im Bereich der Nachwuchsförderung steigern möchten. Ein Beispiel hierfür ist der TSV 1846 Nürnberg unter der Leitung von Trung Kien Vo: „Wir vom TSV 1846 freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem BBV über das Stützpunktkonzept. Als neuer Stützpunkt sind wir neugierig und wollen von der bayerischen Badmintonfamilie lernen und natürlich auch zurückgeben. Unser Wunsch ist es Badminton beliebter und populärer sowie den Sport professioneller mitzugestalten. Wir erhoffen uns als Verein für junge Talente attraktiver und zugänglicher zu werden.“

Förderung und Vernetzung der Stützpunkte
Neben einer finanziellen Förderung möchte der BBV insbesondere bei der inhaltlichen und strukturellen Arbeit im Verein unterstützen. Trainingsbesuche durch hauptamtliche Trainer, gemeinsame Workshops und Fortbildungen sowie ein digitaler Ausbildungsleitfaden werden dabei helfen, die Stützpunkte gezielt und individuell zu entwickeln. Tobias Wadenka betont, dass aber auch die Vernetzung und Zusammenarbeit der Stützpunkte untereinander von entscheidender Bedeutung ist. „Ziel muss es sein, mit den Stützpunkten an einem Strang zu ziehen. Wir brauchen mehr begeisterte Kinder in unseren Hallen und ein größeres und qualitativ besseres Angebot für den Nachwuchs. In vielen Regionen gibt es gleich mehrere Stützpunkte und wir wünschen uns, dass Kinder hier auch übergreifend an mehreren Standorten trainieren werden. Jeder Stützpunkt besitzt seine eigenen Stärken und wir möchten voneinander profitieren, um Badminton in Bayern langfristig und gemeinsam zu entwickeln.“

Nächste Bewerbungsphase vom 1. Mai bis 1. Juni
Neben der Entwicklung bestehender Stützpunkte gibt es aber auch immer wieder die Möglichkeit für Vereine, sich für einen Stützpunktstatus zu bewerben. Die nächste einmonatige Bewerbungsphase startet am 1. Mai.