Der Antrag auf eine Änderung der Zählweise (drei Gewinnsätze bis 11) im Badmintonsport ist knapp gescheitert. Beim virtuellen Annual General Meeting (AGM) – der Mitgliederversammlung des BWF – wurde am 22. Mai 2021 die notwendige 2/3-Mehrheit verfehlt (187 Ja-Stimmen, 95 Gegenstimmen).

Eine einzige Stimme fehlte

66,31 Prozent der Delegierten (= 187 Stimmen) stimmten beim 82. AGM für die Änderung der Zählweise von „3×21“ (= zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte) auf „5×11“ (= drei Gewinnsätze bis elf Punkte). 33,69 Prozent (= 95 Stimmen) sprachen sich dagegen aus. Zur Einführung der Zählweise „5×11“ wären 188 Ja-Stimmen notwendig gewesen. Am Ende machte also eine einzige Stimme den Unterschied. Die Ablehnung des Antrages durch die Mitgliedsorganisationen des BWF kommt überraschend.

Nach 2018 erneut keine Änderung der Zählweise

Der indonesische Badminton-Verband hatte gemeinsam mit dem Badminton-Verband der Malediven den Antrag eingereicht, wonach nach Olympia 2021 in Tokio die Zählweise von „3×21“ auf „5×11“ umgestellt werden sollte. Bereits 2018 wurde beim AGM über die Einführung dieser Zählweise abgestimmt. Wie bei dem Antrag vor drei Jahren wurde er nun erneut abgelehnt und die Zählweise „3×21“, die seit dem Jahr 2006 gilt, bleibt bestehen. Durch die Zählweise „5×11“ sollte die Attraktivität der Sportart – speziell für Zuschauer*innen sowie für die Medien – erhöht werden. Seit der Saison 2016/2017 bestreitet die deutsche Badminton-Bundeliga bereits ihre Matches nach diesem System.

 

 

 

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