Die Oberliga wurde vergangenes Jahr in Bayern eingeführt – die Rückrunde der neuesten, obersten Liga des Bayerischen Badminton-Verbandes wurde aufgrund der Corona-Krise nun frühzeitig beendet. Nur das letzte Spielwochenende konnte nicht mehr ausgetragen werden – halb so schlimm, da zu diesem Zeitpunkt der Auf-bzw. Absteiger bereits feststand. Momentan wird fleißig zuhause trainiert, da lohnt sich doch ein Rückblick auf die erste Saison der Oberliga. Nicht nur die Bundesliga bot spannendes Badminton im Freistaat, auch in der Oberliga ging es um wichtige Punkte für den Aufstieg oder den Klassenerhalt. 

IMG_9919.JPGSeit dem Eröffnungsspiel der Oberliga Ende September in Landshut hat sich so einiges getan (Foto: Kim Mayer)

Anfangs traten zehn Mannschaften aus ganz Bayern gegeneinander an, nach dem dritten Spielwochenende nur noch neun. Der ESV Flügelrad-Nürnberg startete mit zwei Mannschaften in die Liga, musste aber aufgrund eines Spielermangels seine dritte Mannschaft zurückziehen. Somit stand bereits vor Saisonende der erste Absteiger fest!

Traumsaison für den TSV Neuhausen-Nymphenburg

Schon nach den ersten Begegnungen setzte sich der TSV Neuhausen-Nymphenburg an der Spitze ab. Dem Team um Jugendnationalspieler Justin Seibel, Patrick Biechl, Jonas Braun, Misha Packroß, Tom Nirschl sowie den Schwestern Monika und Christina Weigert gelang ein Traumstart. Der Absteiger der Regionalliga gab keinen Punkt ab und gewann all seine Spiele deutlich – sieben davon mit 8 zu 0. Somit sicherte sich der Münchner Verein verdient die Meisterschaft mit sechs Punkten Vorsprung und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Hervorzuheben ist zudem die Leistung von Monika Weigert, die als einzige Stammspielerin der Liga ungeschlagen blieb. Die Neuhausener steigen durch die geänderten Relegationsregeln aufgrund der Corona-Krise automatisch in die Regionalliga auf. Glückwunsch! Das ist jedoch nicht die einzige erfreuliche Nachricht für den Verein: Auch die dritte Mannschaft vom TSV Neuhausen-Nymphenburg konnte sich zum Meister krönen. Das Münchner Team steht nach der Saison am ersten Tabellenplatz der Bayernliga Süd und steigt dadurch automatisch in die Oberliga auf und tritt somit in die Fußstapfen der Vereinskollegen. 

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Das Team des TSV Neuhausen-Nymphenburg gab keinen einzigen Punkt ab und sicherte sich somit verdient den Meistertitel (Foto: Privat)

Spannender Kampf im Mittelfeld

Der Kampf um die Plätze zwei und drei gestaltete sich äußerst spannend: Lange Zeit stand der Post SV Landshut auf Platz 2, kurzzeitig hatte der TSV Freystadt die Nasenspitze vorne, dann wieder Landshut, aber zum Ende der Saison sicherten sich die Freystädter, die sich in der Rückrunde mit einem griechischen Spieler verstärkt haben, den zweiten Platz mit vier Punkten Vorsprung. 

Relativ ausgeglichen waren die Spiele im Mittelfeld der Tabelle – oft stand erst nach dem letzten Match des Tages der Gewinner fest: Mit nur einem Punkt Vorsprung schaffte es die Mannschaft des ESV Flügelrad-Nürnberg 2 knapp vor dem TuS Geretsried auf Rang vier. Mit zwei Punkten weniger auf dem Konto als Geretsried steht die SG Diedorf/Haunstetten auf dem 6. Platz. Die Spielgemeinschaft konnte sich somit in der Rückrunde um einen Tabellenplatz verbessern. Mit drei Punkten Rückstand und dadurch auf dem siebten Rang landet Marktredwitz/Dörflas. Nachdem der TSV Lauf in der Hinrunde zwei Spiele gewinnen konnte, ging der Verein in der Rückrunde leer aus und landet damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dennoch ist der Klassenerhalt gesichert! Der TSV 1846 Nürnberg ist ohne einen einzigen Punkt das Schlusslicht der Tabelle und steht auf dem zweiten Abstiegsplatz.

Hier finden Sie die genauen Ergebnisse sowie die Tabelle.