Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) wird seit dem 11. Juni 2016 von Thomas Born (Berlin) geführt. Der Präsident des Badminton-Verbandes Berlin-Brandenburg (BVBB) wurde im Rahmen des 52. Ordentlichen DBV-Verbandstags im thüringischen Suhl zum Nachfolger von Karl-Heinz Kerst (Kleve) gewählt, der nach zehn Jahren als Präsident des olympischen Spitzenverbandes nicht für eine weitere Amtszeit kandidierte.
Thomas Born ist der insgesamt achte Präsident in der
Geschichte des im Jahr 1953 gegründeten DBV.

„Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche Amtszeit von Dir zurück. Für Dein unermüdliches
Engagement zum Wohle unseres schönen Badmintonsports – auch schon in über 30 Jahren
zuvor, als Du für Deinen Heimat-Landesverband Nordrhein-Westfalen in verschiedenen
Funktionen tätig warst – danke ich Dir im Namen des DBV sehr herzlich“, richtete der 50-Jährige
Worte des Dankes an seinen Vorgänger Karl-Heinz Kerst. Thomas Born war bereits seit Februar
2015 – als Präsidiumsbeauftragter ohne festes Aufgabengebiet – vollumfänglich in die Arbeit des
DBV-Präsidiums eingebunden und konnte sich somit optimal auf seine neue Funktion vorbereiten.
Die Amtszeit von Thomas Born beträgt vier Jahre.

DBV-Präsident Thomas Born (l.) mit seinem Vorgänger Karl-Heinz Kerst. / Foto: Claudia Pauli

„Erfolgreich zu arbeiten ist nur möglich, wenn man ein entsprechendes Team um sich hat. Ich
hatte das Glück, dass ich in den zehn Jahren ein hervorragendes Team hatte.
Das erleichtert die Arbeit und motiviert immer wieder weiterzumachen“, so der bisherige „DBV-Chef“ Karl-Heinz Kerst.
Die Delegierten hatten das langjährige Engagement des 69-Jährigen für und um den deutschen
Badmintonsport kurz zuvor in besonderer Weise gewürdigt, indem sie Karl-Heinz Kerst zum
Ehrenpräsidenten des DBV ernannten. Dieser hatte das Amt am 17. Juni 2006 von Prof. Dieter
Kespohl (Hochspeyer) übernommen, der dem DBV bis dahin knapp 18 Jahre als Präsident
vorstand. Der heute 78-Jährige wurde seinerzeit zum ersten Ehrenpräsidenten in der Historie des
DBV gekürt.

Turnusgemäß erfolgte beim diesjährigen Verbandstag auch die Wahl des
Vizepräsidenten Breitensport: Die Anwesenden sprachen dabei Karl-Heinz
Zwiebler (Bonn), der das Amt seit 2008 innehat, erneut das Vertrauen aus. Der
ehemalige Badminton-Nationalspieler wurde wie Thomas Born für vier Jahre
gewählt.

Die bayerischen Delegierten auf dem DBV-Verbandstag in Suhl. V. l. n. r.: BBV-Präsident Klaus Sartoris, Hans-Georg Weigand, Hilde Hauber, Dieter Sichert, Markus Schwendtner, Tobais Oertel, Hubert Hauber

Die weiteren inhaltlichen Schwerpunkte des 52. Ordentlichen DBV-Verbandstags
bildeten die Genehmigung des DBV-Haushaltes, die Diskussion und die
Abstimmung über mehrere Anträge auf Änderungen in der Satzung und in
verschiedenen Ordnungen des DBV, die Entlastung von DBV-Organen sowie die Vergabe von
Meisterschaften. Dem Großteil der ihnen vorgelegten Vorschläge folgten die Delegierten
einstimmig.

Die Zusammenkunft in Suhl bot zudem einen guten Anlass, um Ehrungen verdienter
Verbandsangehöriger vorzunehmen: Während Elke Fix, Jörg Heiskel (beide Hessischer
Badminton-Verband), Karlheinz Hohenadel, Michael Kotta und Hans Krieger (alle Baden-
Württembergischer Badminton-Verband) die Ehrennadel des DBV überreicht bekamen, wurde
Bernhard Mai, der Präsident des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes, sogar mit der
Ehrenplakette des DBV ausgezeichnet.

Auch in diesem Jahr hielt das DBV-Präsidium einen Tag vor dem Ordentlichen Verbandstag mit
den Präsidenten bzw. Vorsitzenden der 16 Badminton-Landesverbände eine Konferenz ab. Im
Anschluss an den DBV-Verbandstag kamen – ebenfalls traditionell – die Sportwarte der
Landesverbände zu einer Sitzung zusammen.

Am Vorabend des DBV-Verbandstags hatte der Thüringer Badminton-Verband (TBV) als
ausrichtender Badminton-Landesverband alle Delegierten und deren Begleitpersonen sowie
weitere Gäste zu einem Empfang mit Abendessen eingeladen.

Die bisherigen Präsidenten des DBV
1. Dr. Hans Riegel Bonn 1953 bis 1962
2. Hubert Brohl Düsseldorf 1962 bis 1971
3. Hans Hoffmann Hannover 1971 bis 1974
4. Hans-Peter Küsters Krefeld 1974 bis 1976
5. Dr. Heinz Barge Oberhausen 1976 bis 1988
6. Prof. Dieter Kespohl Hochspeyer 1988 bis 2006
7. Karl-Heinz Kerst Kleve 2006 bis 2016
8. Thomas Born Berlin seit 2016

Claudia Pauli
(Pressesprecherin DBV)

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